Stellungnahme zum Krieg in der Ukraine
Die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV) schließt sich der folgenden Stellungnahme der Europäischen Psychoanalytischen Förderation an:
Die EPF ist tief betroffen und beunruhigt über den Einmarsch der russischen Armee und den Krieg, den sie in der Ukraine, einem freien und unabhängigen Land in der Mitte Europas, begonnen hat. Wir sind in Sorge um die Leben, die physische und psychische Gesundheit alller Menschen, die von dieser humanitären Katastrophe betroffen sind, und in der sogar eine Kinderklinik und eine Klinik für werdende und gebärende Mütter beschossen und zerstört werden. Diese Angriffe auf unschuldige Menschen sind Ausdruck eines Verlusts jeglicher Menschlichkeit. Wir fordern und wir hoffen auf ein sofortiges Ende des Krieges und die Herstellung von Frieden.
Im Namen des EPF-Vorstandes
Dr. Heribert Blass, EPF Präsident
Sigmund Freud
Illusionen empfehlen sich uns dadurch, daß sie Unlustgefühle ersparen und uns an ihrer Statt Befriedigungen genießen lassen. Wir müssen es dann ohne Klage hinnehmen, daß sie irgend einmal mit einem Stücke der Wirklichkeit zusammenstoßen, an dem sie zerschellen.
Freud 1915, Zeitgemäßes über Krieg und Tod, GW Bd. 10, S. 330


